Ostermühlenhaus
ist eines von vier Wassermühlen (Schöpfwerke) entstanden vor
ca. 200 Jahren. Der Name bezeichnet die Himmelsrichtung (Osten).
Wohnen Sie gemütlich im alten Gemäuer unter einem dicken Reetdach (wird übrigens im nahen Gotteskoogsee geerntet)
Vielleicht spüren Sie den Geist der jungen Bendine Tadsen, die
einst von Hallig Oland nach Ostermühlenhaus kam und dort unter
schweren Verhältnissen als junge Witwe mit zwei Kindern lebte. Da
konnte es schon mal vorkommen, dass Sie ihre beiden Jungen vor der
Einkaufstour der Mutter nach Niebüll an den Baum gebunden wurden
…. Nein, nicht was Sie denken: damit die lieben Kleinen
nicht in die um-gebenden Gewässer fallen konnten – also
erste Unfallverhütungsmaßnahmen – oder? Genauso wie es
Geschichte ist, dass diese Bewohner des Gotteskooges in strengen
Wintern auch ohne Motorisierung ganz schnell nach Niebüll und
zurück kamen: auf Schlittschuhen!!!
Oder spürt man noch die Hand von ‚Onkel Hinne’, der in
den späten 40-er-Jahren in Ostermühlenhaus eine
Schankwirtschaft eröffnete???? Ein veritabler Marketingtrick, denn
die nächste Gelegenheit zum Trinken (Hallig Grönland) ist
immerhin ca. 800 m entfernt.
Da fühlt man sich schnell ganz an die Anfänge
zurückversetzt, als das Haus – umgeben vom Wasser der
Nordsee – errichtet wurde um tagein- tagaus Wasser in die
umgebenden Kanäle zu pumpen - was heute herrlich sattes
Grünland ist, war damals Wasser.
Noch heute ist viel vom einstigen Charme geblieben, inmitten des
Grünlandes(Natur- schutzgebiet) ein bisschen abseits der
großen Straßen, unter einem phantastischen Sternenhimmel
–umgeben von flachem Land, durchzogen von Sielen (gebaut von
Mijnher Rollwagen) bevölkert von Schafen, Kühen, Rehen,
freundlichen Bewohnern – umflattert von zahlreichen Vogelarten
bis hin zu den jüngsten Bewohnern von Ostermühlenhaus (Im
Küchenfenster des Haupthauses hat ein Grauschnäpper ein Nest
gebaut) und in der Garage nisten Schwalben – ein Bild von Nolde
hätte nicht schöner sein können!!!